Brandschutz.
Wenn Werkstoffe extremer
Hitze standhalten müssen.
Brandschutz erfordert Materialien, die auch unter extremen Bedingungen zuverlässig bleiben. Metallische Drahtgestrick-Strukturen bieten hier besondere Vorteile: Sie sind temperaturbeständig, formbar, luftdurchlässig und können – je nach Aufbau – Energie aufnehmen, Flammen beeinflussen oder Funken zurückhalten.
eloona entwickelt Drahtgestrick-Komponenten als Teil technischer Brandschutzkonzepte. Die Zertifizierung des Gesamtsystems erfolgt durch den Anlagenbauer oder Brandschutzplaner nach den anwendbaren Normen.
Was Drahtgestrick im Brandschutz leistet.
Drahtgestricke kommen im Brandschutz dort zum Einsatz, wo Standardmaterialien nicht ausreichen oder eine spezifische Kombination aus Schutzwirkung, Durchlässigkeit und Bauraumanpassung gefragt ist. Ihre Vorteile liegen in der Werkstoffwahl und im Aufbau:
- Temperaturbeständig – metallische Strukturen behalten ihre Form und mechanischen Eigenschaften auch bei sehr hohen Temperaturen, weit oberhalb des Versagensbereichs von Polymeren oder klassischen Dämmstoffen.
- Formbar – Drahtgestricke lassen sich in nahezu jede Geometrie bringen und passen sich engen Bauräumen, gekrümmten Flächen oder spezifischen Einbausituationen an.
- Luftdurchlässig – die offene Struktur ermöglicht kontrollierte Luftführung, ohne die Funktion einer thermischen Sperre vollständig aufzuheben.
- Energieaufnehmend – je nach Aufbau können Drahtgestricke thermische Energie aufnehmen, Flammenausbreitung verzögern oder Glutpartikel und Funken zurückhalten.
Einsatzbereiche
- Funkenrückhaltung
- Hitzeschutz
- Technische Schutzlagen
- Anlagen- und Apparateschutz
- Abluft- und Absaugsysteme
- Sonderbauteile in Hochtemperaturbereiche
Besonders wirksam wird Drahtgestrick im Brandschutz oft in Kombination mit flammenhemmenden Fasern. Die metallische Struktur gibt mechanische Stabilität und thermische Belastbarkeit, die Fasern ergänzen Schutzwirkung im Niedrigtemperaturbereich und reduzieren die Rauchentwicklung. So entstehen hybride Schutzstrukturen, die mehrere Belastungsfälle gleichzeitig abdecken können.
Passende Produkte für Ihre Brandschutz-Anwendung.
Je nach Anwendung und Schutzanforderung kommen unterschiedliche Drahtgestrick-Strukturen zum Einsatz – vom Grundwerkstoff bis zur projektspezifisch entwickelten Schutzkomponente:
Drahtgestricke
Metallische Gestrickstrukturen als Basis für individuell ausgelegte Brandschutz- und Schutzbauteile – abgestimmt auf Bauraum, Temperaturbelastung und Anwendung.
Integrierte Flammenhemmung
Flammenhemmende Fasern können direkt in das Drahtgestrick eingebunden werden. Dadurch entsteht ein formstabiles Verbundbauteil ohne zusätzliche Klebstoffe, die im Brandfall die Rauch- und Schadstoffentwicklung erhöhen könnten.
Funken- und Glutpartikelrückhalt
Die dreidimensionale Gestrickstruktur kann Funken und heiße Glutpartikel abbremsen und zurückhalten. So lässt sich das Risiko einer Entzündung nachgelagerter Bereiche und einer weiteren Brandausbreitung reduzieren.
Wie Drahtgestrick im Brandschutz wirkt.
Die Wirkung von Drahtgestrick im Brandschutz beruht auf drei physikalischen Effekten, die je nach Anwendung unterschiedlich kombiniert werden:
Wärmeableitung und Abkühlung an der metallische Struktur.
Die zahlreichen feinen Metalldrähte bilden eine große wirksame Oberfläche. Treffen heiße Gase, Funken oder Glutpartikel auf das Gestrick, wird ein Teil ihrer Wärme von den Drähten aufgenommen und innerhalb der metallischen Struktur verteilt. Je nach Bauteilaufbau und Einbausituation kann die Wärme anschließend an die Umgebung oder angrenzende Komponenten abgegeben werden. Dadurch lassen sich lokale Temperaturspitzen reduzieren und der Wärmeeintrag in nachgelagerte Bereiche verzögern. Wie stark dieser Effekt ausgeprägt ist, wird unter anderem durch den eingesetzten Werkstoff, den Drahtdurchmesser, die Gestrickdichte und die Bauteiltiefe bestimmt.
Mechanische Sperrwirkung gegen Glutpartikel und Funken.
Die dreidimensionale Gestrickstruktur erzeugt für mitgeführte Partikel einen verwinkelten Strömungsweg. Funken und Glutpartikel werden umgelenkt, abgebremst und treffen wiederholt auf die Metalldrähte. Dabei können sie Wärme an die metallische Struktur abgeben und innerhalb des Bauteils zurückgehalten werden. Die Wirksamkeit hängt unter anderem von der Größe und Temperatur der Partikel, der Strömungsgeschwindigkeit, dem freien Querschnitt und der Verdichtung des Gestricks ab. Das Bauteil wird deshalb gezielt auf die jeweilige Anwendung und die zu erwartende Belastung abgestimmt.
Hybride Schutzwirkung in Kombination mit flammenhemmenden Fasern.
Flammenhemmende Fasern können direkt in die Drahtgestrickstruktur eingebunden und durch diese mechanisch gehalten werden. Die metallische Komponente sorgt dabei für Formstabilität, Temperaturbeständigkeit und eine definierte Bauteilgeometrie. Die Fasern ergänzen die Struktur um eine zusätzliche flammenhemmende beziehungsweise abschirmende Funktion. Da die Verbindung ohne zusätzliche Verklebung ausgeführt werden kann, wird kein weiterer organischer Binder in das Bauteil eingebracht, der im Brandfall selbst zur Rauch- oder Schadstoffentwicklung beitragen könnte. Das konkrete Brand- und Rauchverhalten wird jedoch stets durch die ausgewählten Fasern und den gesamten Bauteilaufbau bestimmt.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Werkstoff, Drahtstärke, Gestrickstruktur, Verdichtung, Bauteildicke und freiem Strömungsquerschnitt. Zusätzlich müssen die Einbausituation, die thermische Belastung, mögliche Verschmutzungen und der erforderliche Druckverlust berücksichtigt werden. So entsteht kein Standardprodukt, sondern ein projektspezifisch entwickeltes Drahtgestrick-Bauteil, dessen Aufbau gezielt auf die jeweilige Brandschutzfunktion abgestimmt wird.
Stellschrauben für
die Brandschutz-Funktion.
Die Schutzwirkung einer Drahtgestrick-Komponente im Brandschutz hängt nicht von einem einzelnen Merkmal ab, sondern vom Zusammenspiel mehrerer Parameter. Über diese vier Stellschrauben legen wir die Komponente auf Ihre Anwendung aus:
werkstoffwahl.
Bestimmt den nutzbaren Temperaturbereich und die Beständigkeit gegenüber Korrosion und thermischer Belastung. Edelstähle wie 1.4301 oder 1.4404 decken viele Standardanwendungen ab; für hohe Temperaturen kommen hochlegierte Werkstoffe wie Inconel®, Hastelloy® oder hitzebeständige Spezialstähle zum Einsatz.
Drahtdurchmesser.
Beeinflusst Wärmeaufnahme, mechanische Stabilität und Ableitverhalten. Feinere Drähte vergrößern die Oberfläche für Wärmeübertragung; dickere Drähte erhöhen Standzeit und Robustheit gegenüber Temperatur- und Belastungsspitzen.
Verdichtung.
Bestimmt die Anzahl wirksamer Drahtschichten und damit das Maß an Wärmeableitung, Sperrwirkung und Funkenrückhaltung. Höhere Dichte verbessert die Schutzfunktion, beeinflusst aber Bauraum und Strömungswiderstand.
Aufbau.
Lagenanzahl, Geometrie und ggf. die Kombination mit flammenhemmenden Fasern bestimmen, welche Schutzwirkung gleichzeitig erfüllt werden kann – von einlagiger Funkenrückhaltung bis zur hybriden Schutzstruktur mit Hitzeschild- und Faser-Funktion.
Aus diesen vier Stellschrauben entsteht eine Schutzkomponente, die exakt zu den Anforderungen Ihres Brandschutzkonzepts passt – nicht durch Zufall, sondern durch Auslegung.
Warum eloona?
Weil zuverlässiger Brandschutz kein Zufall ist.
Er ist das Ergebnis aus technischem Verständnis, präziser Fertigung und enger Zusammenarbeit mit Anlagenbauern und Brandschutzplanern. Wir hören genau hin, denken uns in thermische und sicherheitsrelevante Belastungsfälle hinein und entwickeln Schutzkomponenten, die ihre Funktion auch unter extremen Bedingungen erfüllen – innerhalb der von Ihnen definierten Brandschutzanforderungen. Präzise im Detail. Klar in der Funktion. Stark in der Wirkung.
So entstehen Komponenten, die sich nicht in den Vordergrund drängen – aber genau dort den Unterschied machen, wo es darauf ankommt.
Häufige Fragen zu Drahtgestrick im Brandschutz.
welche Funktionen kann Drahtgestrick im Brandschutz übernehmen?
Drahtgestrick wird im Brandschutz vor allem für drei Aufgaben eingesetzt: Wärmeableitung über die metallische Struktur, mechanische Rückhaltung von Glutpartikeln und Funken sowie als Trägerstruktur für hybride Schutzaufbauten mit flammenhemmenden Fasern. Welche Funktion dominiert, hängt vom konkreten Anwendungsfall und dem Brandschutzkonzept ab.
Sind die Drahtgestrick-Komponenten von eloona brandschutzzertifiziert?
Wir liefern Drahtgestrick-Komponenten als Funktionsbauteile. Die Zertifizierung des Gesamtsystems – etwa nach DIN 4102, EN 13501 oder anderen anwendbaren Brandschutznormen – erfolgt durch den Anlagenbauer, Brandschutzplaner oder Systemintegrator. Wir unterstützen mit dokumentierten Materialdaten, sauberen Werkstoffnachweisen und einer Fertigung nach DIN EN ISO 9001:2015.
Worin unterscheiden sich Brandschutz und Explosionsschutz mit Drahtgestrick?
Beide Anwendungen nutzen ähnliche physikalische Effekte – Wärmeaufnahme, Sperrwirkung, Funkenrückhaltung –, verfolgen aber unterschiedliche Schutzziele. Brandschutz zielt auf die Begrenzung von Hitze- und Flammeneinwirkung auf Bauteile, Anlagen und Räume. Explosionsschutz zielt auf die Beherrschung schlagartiger Energiefreisetzungen in geschlossenen Systemen, etwa in Flammendurchschlagsicherungen oder Druckentlastungen. Eine Drahtgestrick-Komponente kann in beiden Bereichen eingesetzt werden – die Auslegung unterscheidet sich aber erheblich.
Was ist der Unterschied zwischen Brandschutzgewebe und Drahtgestrick?
Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe manchmal gleichgesetzt, technisch unterscheiden sie sich aber deutlich. Brandschutzgewebe sind in der Regel textile Flächengebilde – meist aus Glas-, Aramid- oder Mineralfasern – mit zweidimensionaler Struktur. Drahtgestricke sind metallische, dreidimensionale Strukturen aus verstrickten Drähten. Drahtgestricke bieten höhere mechanische Stabilität, bessere Wärmeableitung und Formbarkeit in komplexe Geometrien; Gewebe sind flächiger einsetzbar. In hybriden Schutzaufbauten können beide kombiniert werden.
Welche Werkstoffe werden für Drahtgestrick im Brandschutz eingesetzt?
Standardmäßig kommen Edelstähle wie 1.4301 und 1.4404 zum Einsatz. Für höhere Temperaturen, aggressive Medien oder spezifische Anforderungen verarbeiten wir hochlegierte Werkstoffe wie Inconel®, Hastelloy® oder hitzebeständige Spezialstähle. Die Werkstoffwahl richtet sich nach dem geforderten Temperaturbereich, der chemischen Belastung und der erwarteten Einsatzdauer.
Bis zu welchen Temperaturen kann Drahtgestrick im Brandschutz eingesetzt werden?
Der nutzbare Temperaturbereich hängt direkt vom gewählten Werkstoff ab. Standard-Edelstähle decken viele Anwendungen mit dauerhaft erhöhter Temperaturbelastung ab; hochlegierte Werkstoffe wie Inconel® oder Hastelloy® erweitern den Einsatzbereich deutlich nach oben. Konkrete Temperaturgrenzen legen wir gemeinsam mit Ihnen anhand der Anwendung und der geforderten Standzeit fest.
Welche Rolle spielen flammenhemmende Fasern in Kombination mit Drahtgestrick?
In hybriden Schutzaufbauten ergänzen sich die beiden Materialien: Die metallische Drahtgestrick-Struktur sorgt für mechanische Stabilität, Wärmeableitung und Hochtemperatur-Festigkeit. Flammenhemmende Fasern ergänzen Schutzwirkung im Niedrigtemperaturbereich, dichten die Struktur und können die Rauchentwicklung reduzieren. So entstehen Komponenten, die mehrere Belastungsfälle gleichzeitig abdecken können.
Wie finde ich die passende Drahtgestrick-Komponente für meine Brandschutz-Anwendung?
Beschreiben Sie uns Ihre Anwendung: das Gesamtsystem, den geforderten Temperaturbereich, die erwartete Belastung (Hitze, Funken, Flammeneinwirkung), normative Anforderungen und die geplante Einbausituation. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen die passende Schutzkomponente – von der ersten Auslegung bis zur einsatzfähigen Lösung.
Lassen Sie uns über
Ihre Brandschutz-Anwendung sprechen
Sie entwickeln ein Brandschutzkonzept – oder suchen eine Drahtgestrick-Komponente für eine bestehende Anlage mit thermischer Belastung? Beschreiben Sie uns Ihre Anforderungen: das Gesamtsystem, den geforderten Temperaturbereich, die erwartete Belastung und die geplante Einbausituation. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen die passende Schutzkomponente.