Schwingungsdämpfung.
Wenn Gummi an seine
Grenzen kommt.
Wo elastische Werkstoffe wie Gummi oder Elastomere an Temperatur, Medienbeständigkeit oder Langzeitstabilität scheitern, können metallische Drahtgestricke eine wirkungsvolle Alternative sein. Ihre dreidimensionale, federnde Struktur eignet sich für Anwendungen, in denen Schwingungen reduziert, Bewegungen aufgenommen oder Bauteile mechanisch entkoppelt werden müssen.
Wir entwickeln Dämpfungslösungen nach Einbauraum, Lastfall, Temperaturbereich, Medium und gewünschtem Dämpfungsverhalten – auch dort, wo Standardwerkstoffe nicht mehr funktionieren.
Was Drahtgestrick in der Schwingungsdämpfung leistet.
Drahtgestricke sind dreidimensionale Strukturen aus fein verstrickten Metalldrähten. Unter Last werden die Drahtschichten gegeneinander gedrückt – Reibung zwischen den Drähten und elastische Verformung wandeln Bewegungsenergie in Wärme um. Das ergibt eine Dämpfung, die mechanisch funktioniert und keine elastische Polymermatrix benötigt.
Genau dort liegt der entscheidende Unterschied zu Gummi und anderen Elastomeren. Wo Polymere unter Temperatur verhärten, durch Öle und Lösungsmittel angegriffen werden oder im Lauf der Jahre verspröden, bleibt eine metallische Drahtgestrick-Struktur formstabil und funktionsfähig – auch bei hohen Temperaturen, in aggressiven Medien und über lange Einsatzzeiten.
Einsatzbereiche
- Maschinen- und Anlagenbau
- Fahrzeugtechnik
- Gehäuse- und Aggregatelagerung
- Technische Entkopplung
- Hochtemperaturanwendungen
- Sonderdämpfer und Einlegeelemente
Wir entwickeln daraus Dämpfungselemente nach Maß – als robuste metallische Funktionskomponenten für Vibration, Stoßbelastung, Bewegung und thermische Beanspruchung. Über Drahtdurchmesser, Werkstoff, Dichte und Bauteilgeometrie können wir das Dämpfungsverhalten gezielt auf die Anwendung abstimmen.
Passende Produkte
für Ihre Explosionsschutz-Anwendung.
Je nach Anwendung und Anforderung kommen unterschiedliche Drahtgestrick-Strukturen zum Einsatz – vom Grundwerkstoff bis zum projektspezifisch entwickelten Funktionsbauteil:
drahtgestricke.
das Grundmaterial, in Edelstählen und Sondermetallen für sicherheitstechnische Anwendungen
abscheidekassette.
einbaufertige Strukturen für Absaug-, Abluft- und Filtersysteme im Ex-Bereich
Sonderbauteile.
projektspezifisch Entwicklungen für Flammendurch-schlagsicherungen, Druckentlastungen und Funkenrückhaltesysteme
Ein Werkstoff,
viele Bauformen.
In der Schwingungsdämpfung kommt Drahtgestrick fast immer als individuell ausgelegte Komponente zum Einsatz – als Buchse, Ring, Zylinder, Pad oder geometrische Sonderform. Wir entwickeln und fertigen Dämpfungsbauteile passend zu Ihrem Einbauraum und Lastfall.
Wie Drahtgestrick Schwingungen dämpft.
Die Dämpfungswirkung von Drahtgestrick beruht auf drei mechanischen Effekten, die unter Belastung zusammenwirken:
Innere Reibung zwischen den Drahtschichten.
Unter Last verschieben sich die fein verstrickten Metalldrähte gegeneinander. Die Reibung zwischen den Drahtkontaktstellen wandelt einen Teil der Bewegungsenergie in Wärme um – das ist der Hauptdämpfungseffekt, der Drahtgestrick technisch von Elastomeren unterscheidet, bei denen die Dämpfung über innere Materialverformung (Hysterese) erfolgt.
Elastische Verformung der Struktur.
Die dreidimensionale Drahtanordnung lässt sich elastisch komprimieren und kehrt nach Entlastung in ihre Ausgangsform zurück. Diese elastische Komponente ermöglicht definierte Federwege, ohne dass das Material dauerhaft verformt wird.
Energieumwandlung über die innere Oberfläche.
Die große innere Oberfläche eines Drahtgestricks verteilt eingeleitete Energie auf eine Vielzahl von Kontaktpunkten. So können auch impulsartige Stoßbelastungen aufgenommen und gleichmäßig in Wärme umgesetzt werden.
Anders als bei Polymeren bleibt diese Dämpfungswirkung über einen weiten Temperaturbereich und in chemisch aggressiven Medien stabil – weil sie nicht von der Beschaffenheit einer elastischen Matrix abhängt, sondern von der mechanischen Wechselwirkung der metallischen Strukturen.
Stellschrauben für
die Explosionsschutz-Funktion.
Die Funktion einer Drahtgestrick-Komponente im Explosionsschutz hängt nicht von einem einzelnen Merkmal ab, sondern vom Zusammenspiel mehrerer Parameter. Über diese vier Stellschrauben legen wir die Komponente auf Ihre Anwendung aus:
spaltgeometrie.
Bestimmt, wie effektiv Flammen abgekühlt und Funken zurückgehalten werden können. Engere Spalte erhöhen die Quench-Wirkung, beeinflussen aber Druckverlust und Strömungsverhalten.
Drahtdurchmesser.
Beeinflusst Oberfläche, mechanische Stabilität und Strömungsverhalten. Feine Drähte vergrößern die wirksame Oberfläche; dickere Drähte erhöhen Standzeit und Belastbarkeit.
Packungsdichte.
Bestimmt, wie eng das Drahtgestrick komprimiert ist. Höhere Dichte verbessert die Abscheideleistung, beeinflusst aber Druckverlust, Reinigbarkeit und Standzeit.
werkstoffwahl.
Edelstahl, Sondermetalle (Inconel®, Monel®, Hastelloy®, Titan, Duplex), Kunststoffe, Fasergarne oder Materialkombinationen – je nach Medium, Temperatur und chemischer Belastung.
Aus diesen vier Stellschrauben entsteht eine Dämpfungskomponente, die exakt zu Ihrer Anwendung passt – nicht durch Zufall, sondern durch Auslegung.
Warum eloona?
Weil gute Filtration kein Zufall ist.
Sie ist das Ergebnis aus technischem Verständnis, sauberer Fertigung und echter Zusammenarbeit. Wir hören genau hin, denken uns in Anwendungen hinein und entwickeln Filterstrukturen, die nicht nur auf dem Papier stimmen, sondern im realen Betrieb überzeugen. Präzise im Detail. Klar in der Funktion. Stark in der Wirkung.
So entstehen Lösungen, die sich nicht in den Vordergrund drängen – aber genau dort den Unterschied machen, wo es darauf ankommt.
Häufige Fragen zu Schwingungsdämpfung mit Drahtgestrick.
Wann ist Drahtgestrick die bessere Wahl als Gummi oder Elastomere?
Drahtgestrick spielt seine Stärken überall dort aus, wo elastische Werkstoffe an ihre Grenzen kommen: bei hohen Temperaturen, im Kontakt mit Ölen, Lösungsmitteln oder aggressiven Medien sowie bei Anforderungen an Langzeitstabilität über viele Jahre. Während Gummi unter solchen Bedingungen verhärtet, verspröder oder chemisch angegriffen wird, bleibt eine metallische Drahtgestrick-Struktur formstabil und behält ihre Dämpfungseigenschaften.
wie funktioniert die Dämpfung mit Drahtgestrick physikalisch?
Die Dämpfung beruht auf innerer Reibung zwischen den fein verstrickten Metalldrähten. Unter Last verschieben sich die Drahtschichten gegeneinander, wandeln Bewegungsenergie über Reibungswärme um und kehren nach Entlastung in ihre Ausgangsform zurück. Anders als bei Elastomeren, die über die Hysterese im Material dämpfen, ist diese mechanische Reibung weitgehend temperatur- und alterungsunabhängig.
Ist Drahtgestrick eine aktive oder passive Schwingungsdämpfung?
Drahtgestrick ist eine passive Dämpfungslösung. Es benötigt keine Steuerung, keinen Sensor und keine externe Energie – die Dämpfungswirkung entsteht rein aus den mechanischen Eigenschaften der Struktur. Das macht Drahtgestrick wartungsarm, langlebig und besonders geeignet für Anwendungen, in denen aktive Systeme zu komplex, zu teuer oder schlicht nicht praktikabel sind.
Eignet sich Drahtgestrick für Hochtemperatur-Anwendungen wie Transformatoren?
Ja. In Hochtemperatur-Umgebungen ist Drahtgestrick eine der wenigen geeigneten Dämpfungslösungen, weil metallische Strukturen ihre mechanischen Eigenschaften auch bei sehr hohen Temperaturen behalten. Typische Einsatzbereiche sind Transformatoren, Motorenkomponenten, Abgassysteme und industrielle Anlagen mit thermischer Belastung. Werkstoffe wie Inconel®, Hastelloy® oder hochlegierte Edelstähle erweitern den nutzbaren Temperaturbereich erheblich.
Können mit Drahtgestrick auch Maschinenfüße und Maschinengründungen entkoppelt werden?
Ja. Drahtgestrick-Pads und -Platten werden eingesetzt, um Maschinen, Aggregate und Anlagen vom Untergrund mechanisch zu entkoppeln. Sie dämpfen Vibrationen, reduzieren die Schwingungsübertragung in die Umgebung und sind belastbar genug für hohe statische Lasten – auch über lange Einsatzzeiten ohne Setzverhalten oder Alterung.
Welche Werkstoffe werden für Drahtgestrick-Dämpfer eingesetzt?
Standardmäßig kommen Edelstähle wie 1.4301 und 1.4404 zum Einsatz. Für höhere Temperaturen, aggressive Medien oder spezifische chemische Anforderungen verarbeiten wir Sondermetalle wie Inconel®, Monel®, Hastelloy®, Titan und Duplex-Werkstoffe. Die Werkstoffwahl richtet sich nach Temperatur, Medium und der geforderten Langzeitstabilität.
In welchen Bauformen werden Drahtgestrick-Dämpfer gefertigt?
Drahtgestrick-Dämpfer entstehen in unterschiedlichsten Bauformen – als Buchsen, Ringe, Zylinder, Pads, Platten, Hülsen oder geometrische Sonderformen. Die Bauform wird nach Einbausituation, Lastfall und gewünschter Dämpfungsrichtung ausgelegt. Standardisierte Bauteile sind möglich, der eigentliche Mehrwert liegt aber in der projektspezifischen Auslegung.
Wie finde ich den passenden Drahtgestrick-Dämpfer für meine Anwendung?
Beschreiben Sie uns Ihre Anwendung: Einbauraum, Lastfall, Temperaturbereich, Medium und das gewünschte Dämpfungsverhalten. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen die passende Komponente – von der ersten Auslegung über Prototypen bis zur Serienlösung.